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Die Ausgaben für die soziale Sicherheit sind 2012 weniger stark angestiegen 2013-06-28

Im Jahre 2012 sind die Ausgaben im Bereich der sozialen Sicherheit für Arbeitnehmer im Vergleich zu 2011 weniger stark angestiegen. Dies geht aus dem Jahresbericht des Landesamts für Soziale Sicherheit (LSS), der jetzt online verfügbar ist, hervor. Der Jahresbericht vermittelt ein verlässliches Bild der Finanzlage der sozialen Sicherheit für Arbeitnehmer.

Einsparung im Bereich der Krankenpflege

Das LSS  hat 2012 Ausgaben in Gesamthöhe von 72 Milliarden Euro finanziert, wovon nahezu 91% für die Globalverwaltung der Arbeitnehmer. Dies ist im Vergleich zu 2011 ein Anstieg um 3,4%. Diese Zunahme ist bedeutend niedriger als der 2011 registrierter Anstieg um 6,3%.

Die wichtigste Erklärung für die niedrigere Zunahme ist die Tatsache, dass die Regierung im Jahre 2012 eine erhebliche Einsparung im Bereich der Ausgaben für Krankenpflege veranlasst hat. Außerdem haben die Versicherungsanstalten 2012 auch noch den Liquiditätsuberschuss an das Landesinstut für Kranken – und Invalidenversicherung (LIKIV/INAMI) zurückgezahlt, der in eine Wartereserve gegangen ist. Diese Wartereserve wird in Abzug der zu finanzierenden Bedürfnisse des LIKIV gebracht. Hieraus folgt, dass die Finanzierung des Krankenpflegesystems 2012 kaum um 0,2% gestiegen ist, während es im Jahre 2011 einen Anstieg um 7,4% gegeben hat.

Trotz des verringerten Anstiegs bleibt die Finanzierung der Krankenpflegeregelung mit einem Betrag von 21,3 Milliarden Euro dennoch der wichtigste Ausgabenposten der sozialen Sicherheit für Arbeitnehmer, d.h. 32,9% der Gesamtausgaben.

Altersrenten

Die Finanzierung der Rentenausgaben für Arbeitnehmer belief sich 2012 auf 20,9 Milliarden Euro, was ein Anstieg um 7% im Vergleich zu 2011 bedeutet.

Zusammen haben die Regelungen der Krankenpflege (32,9%) und der Altersrenten (31,2%) fast zwei Drittel der aufgebrachten Mittel für die Globalverwaltung vertreten.

Arbeitslosigkeit

Der Anwachs der Beschäftigungsrate, der im Jahre 2009 angefangen hatte, hat sich Ende 2011 und Beginn 2012, sowohl was die Arbeitsplätze wie auch die beschäftigten Personen betrifft, verlangsamt. In der zweiten Jahreshälfte 2012 war sogar von einem Rückgang die Rede.

Diese Senkung hat 2012 zu einer angestiegenen Finanzierung der Arbeitslosenregelung geführt. Die Finanzierung der Arbeitslosigkeit beim Landesamt für Arbeitsbeschaffung (LfA/ONEM) hat um 2,84% zugenommen, was höher als die Rate von 2,45% des Jahres 2011 ist.

Einkünfte : 67% aus Beiträgen

Die Gesamteinkünfte der sozialen Sicherheit für Arbeitnehmer waren mit beinahe 72 Milliarden Euro um 2,88% höher als im Jahre 2011.  Diese Einkünfte sind für 67% den selber eingezogenen Beiträgen, Beitragserhöhungen und Verzugszinsen zuzuschreiben, während die restlichen 33% aus hauptsächlich von der föderalen Behörde stammenden Transfers bestanden.

Obwohl die Beitragseinkünfte jedes Jahr ansteigen, nimmt der Anteil der Beiträge an den Gesamteinkünften ab und dies zugunsten der Finanzierung durch Transfers (vor allem die alternative Finanzierung und die Staatszulagen).

Mehr Information

Der vollständige Jahresbericht des LSS über das Jahr 2012 ist erhältlich auf www.rszjaarverslag.be (nl) oder auf www.onssrapportannuel.be (fr).

 

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