Eine neue Online-Anwendung gibt den Horeca-Arbeitnehmern Sicht auf ihre gearbeiteten Tage 2014-01-07

Mittels der neuen Online-Anwendung Horeca@work - 50days des LSS (Landesamt für Soziale Sicherheit) wird Arbeitnehmern die Gelegenheit geboten, zu prüfen, wieviel Tage ihnen noch im Rahmen der Gelegenheitsarbeit im Horeca-Sektor zustehen. Zusammen mit der neuen mobilen Version der Beschäftigungsmeldung Dimona hat die Anwendung die Voraussetzungen für einen guten Start des Horeca-Planes der föderalen Regierung gegeben.

Tage kontrollieren

Der Horeca-Plan der föderalen Regierung sieht vor, dass die Sozialbeiträge für Gelegenheitsarbeitnehmer im Horeca-Sektor auf Grund einer vorteilhaften Pauschalgrundlage von € 7,5 pro Stunde und € 45 pro Tag berechnet werden. Arbeitnehmer können diese Pauschalen während einer Höchstzahl von 50 Tagen pro Kalenderjahr und die Arbeitgeber während 100 Kalendertage in Anspruch nehmen. Nach dieser Frist gilt der reelle Lohn erneut als Berechnungsgrundlage.

Anhand der neuen Online-Anwendung Horeca@work - 50days wird den Gelegenheitsarbeitnehmern die Möglichkeit erteilt, die Zahl der restlichen Tage schnell und auf einfache Weise zu kontrollieren. Ein Kalender zeigt an welchen Tagen sie als Gelegenheitsarbeitnehmer tätig gewesen sind oder eingeplant sind. Überdies ist auch eine Liste der betreffenden Arbeitgeber verfügbar.

Rechtssicherheit

Ein wichtiges Element besteht darin, dass Horeca@work - 50 days den Arbeitnehmern die Möglichkeit bietet, eine für ihren Arbeitgeber bestimmte Bescheinigung zu drucken, welche die Zahl der restlichen Tage erwähnt. Die Bescheinigung enthält auch einen Code, mit dem der Arbeitgeber die Zahl der restlichen Tage online prüfen kann.

Laut Koen Snyders, Generalverwalter des LSS, “ist Horeca@work - 50days ein Hilfsmittel, um zu vermeiden, dass die Maximalzahl der ‘vorteilhaften’ Tage für einen Gelegenheitsarbeitnehmer überschritten wird“. “Die Anwendung schafft demnach eine Rechtssicherheit, sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber.”

Meldung per Smartphone

Die Zahl der Tage, die einem Arbeitnehmer oder Arbeitgeber noch übrigbleiben, wird auf der Grundlage der Beschäftigungsmeldung Dimona berechnet. Für diese Meldung ist vor Kurzem eine mobile Webversion hinzugefügt. Arbeitgeber können jetzt schnell und auf einfache Weise eine Meldung mittels ihres Smartphones eingeben. Die Anwendung ist typisch auf Arbeitgeber ausgerichtet, die viel an Ort und Stelle anwesend sind, wie z.B. Inhaber einer Horeca-Anstalt.

Unlängst wurde Dimona Mobile von Agoria für dessen eGov Awards in der Kategorie ‘meist benutzerfreundliche Anwendung’ nominiert . “Bei der Entwicklung wurde der Erfahrung des Endbenutzers viel Aufmerksamkeit gewidmet”, sagt Sarah Scaillet, Generaldirektorin der Kontrolldienststellen. “Diese Orientierung äußert sich auf verschiedene Weisen. Durch eine Optimierung des Meldestroms wird die Zahl der zur Erledigung einer Meldung erforderlichen Klicke auf das Minimum beschränkt. Die Anwendung memoriert die Identifikationsangaben von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, so dass eine wiederholte Meldung sehr schnell verläuft. Ein visueller Prozess in sechs Stufen ist dem Benutzer bei der Einschätzung des Status seiner Meldung behilflich.”

Das LSS und das E-Government

Das LSS führt eine ständige Politik tiefgehender Investitionen im Bereich der Datenverarbeitung der Meldesysteme und der administrativen Prozesse. Innerhalb der sozialen Sicherheit ist das LSS ein Wegbereiter bei der Anwendung des E-Governements. Es entwickelt neue Online-Dienste und teilt diese mit soviel möglichen sonstigen öffentlichen Einrichtungen.

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